Erbrecht

Auf dem Gebiet des Erbrechts beraten und vertreten wir Sie sowohl im Hinblick auf die Gestaltung letztwilliger Verfügungen (Testament/Erbvertrag) als auch bezüglich der Auseinandersetzung von Erben oder Pflichtteilsberechtigten bei der Geltendmachung ihrer Ansprüche oder der Abwehr einer Inanspruchnahme durch Miterben und Andere.

Daneben bieten wir Ihnen eine ausführliche persönliche und individuelle Beratung bei der Erstellung von General- und Vorsorgevollmachten sowie Patientenverfügungen an und arbeiten mit Ihnen individuelle Lösungen aus.

Testament/Erbvertrag

Jeder kann durch ein Testament oder einen Erbvertrag selbst bestimmen, wer erben soll und wer nicht. Beim Tod eines Menschen, der kein wirksames Testament errichtet oder einen Erbvertrag geschlossen hat, tritt die gesetzliche Erbfolge ein. Diese Erbfolge entspricht nicht unbedingt den Vorstellungen des Erblassers und kann zu Streitigkeiten unter den Angehörigen führen, die der Erblasser durch eine klare testamentarische Regelung vermeiden kann. Zum Beispiel regelt die gesetzliche Erbfolge, dass in einer kinderlosen Ehe die Eltern neben dem überlebenden Ehegatten erben werden und mit diesem eine Erbengemeinschaft bilden. Die gesetzliche Regelung kann auch sein, dass die Kinder neben dem überlebenden Ehegatten erben und somit auch hier eine Erbengemeinschaft bilden, die nicht mit dem letzten Willen des Erblassers übereinstimmt. Wer dies vermeiden möchte, muss die Erbfolge durch ein Testament oder einen Erbvertrag regeln. Das gilt auch für den Fall, dass eine Person bedacht werden soll, die nicht zur Familie gehört.

General- und Vorsorgevollmachten

Keiner denkt gern daran, dass er krank werden oder einen schweren Unfall erleiden könnte. Wer kümmert sich dann notfalls um alles, falls Sie selbst nicht mehr in der Lage dazu sind. Durch eine Vorsorgevollmacht können Sie jemanden bestimmen, dem Sie vertrauen und der als Vertreter wichtige und alltägliche Entscheidungen trifft. Damit ersparen Sie sich das staatliche Verfahren. Denn falls keine Vorsorgevollmacht vorliegt, setzt das Amtsgericht für einen hilflos gewordenen Menschen einen Betreuer ein.
Mit einer Vollmacht berechtigen Sie den Bevollmächtigten dazu, Sie unter von Ihnen festgelegten Umständen in bestimmten Situationen zu vertreten. Die General- bzw. Vorsorgevollmacht unterscheidet sich von den gängigen Vollmachten dadurch, dass sie insbesondere für den Fall gelten, dass der Vollmachtgeber seinen Willen nicht mehr selbst mitteilen kann. Damit ist ein enormer Vertrauensvorschuss verbunden, denn der Vollmachtgeber kann in dieser Situation nicht mehr überprüfen, ob tatsächlich in seinem Interesse gehandelt wird. Dennoch ist das Erteilen einer Vollmacht für den Notfall sehr wichtig, denn viele gehen davon aus, dass Ehepartner oder Kinder automatisch bevollmächtigt sind. Das ist aber nicht so. Auch die nächsten Angehörigen benötigen die schriftliche Ermächtigung, um Ihren Willen im Fall von Krankheit oder schwerwiegenden medizinischen Eingriffen durchsetzen zu können. Häufig benennen sich Eheleute oder Partner gegenseitig zu Bevollmächtigten. üblich ist auch, das Kind zu bevollmächtigen. Sie können Ihrem Bevollmächtigten eine Generalvollmacht erteilen oder aber einzelne Lebensbereiche benennen, in denen er für Sie entscheiden soll.

Wir beraten Sie gern und erarbeiten eine Vollmacht nach Ihren Bedürfnissen.

Patientenverfügungen

Eine Patientenverfügung ist eine Willenserklärung einer Person für den Fall, dass sie ihren Willen krankheitsbedingt nicht erklären kann. Sie bezieht sich auf medizinische Maßnahmen wie ärztliche Heileingriffe und steht häufig im Zusammenhang mit der Verweigerung

lebensverlängernder Maßnahmen. Die Patientenverfügung gilt lediglich für die Zeit, in der der Patient nicht zu einer Einwilligung in medizinische Maßnahmen fähig ist. Zu einer Einwilligungsunfähigkeit kann es beispielsweise kommen, wenn der Patient im Koma liegt, das Hirn des Patienten geschädigt ist oder er aufgrund einer Demenz geistig beeinträchtigt ist. Patientenverfügungen müssen die noch nicht eingetretenen medizinischen Situationen und ihre gewünschten Konsequenzen hinreichend konkret bezeichnen. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Patientenverfügung nur dann Bindungswirkung entfaltet, wenn der Aussteller seinen Willen darin eindeutig zum Ausdruck bringt. Dieses setze voraus, dass konkret festgelegt wird, was der Betroffene in einer bestimmten Behandlungs- und Lebenssituation will und was nicht. Nur allgemein gehaltene Anweisungen sind nicht ausreichend.

Damit Ihre Patientenverfügung wirksam ist und, falls erforderlich, auch in Ihrem Interesse umgesetzt wird, beraten wir Sie gern bei der Abfassung.

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